Univ.-Prof. Dr. Erich Minar, Gefäßspezialist, Facharzt für Innere Medizin
Wenn in der Vene nichts mehr geht
Gefährlicher Blutpfropfen: die Thrombose
Wenn wir uns verletzen gerinnt das Blut um die Wunde zu verschließen. Dieser Reparaturmechanismus des Körpers ist lebenswichtig. Wenn er aber am falschen Ort und zur falschen Zeit eintritt, kann er lebensgefährlich sein: Das entstehende Blutgerinnsel verstopft die Vene, das Blut kann nicht mehr ungehindert fließen. Man spricht von einer Thrombose. Drei wesentliche Ursachen sind für sie verantwortlich:
Verlangsamter Blutfluss durch Bettlägerigkeit, besonders langes Sitzen etc.
Veränderungen/Verletzungen der Gefäßinnenwände
Veränderungen im Ablauf der Blutgerinnung selbst (z.T. erblich bedingt)
Thrombosen können ohne Folgen ausheilen; häufig bleiben aber Restbeschwerden zurück, ein sogenanntes postthrombotisches Syndrom wie z.B. ein dauerhaft verdicktes, schmerzendes Bein. Sie können jedoch auch zu gefährlichen Komplikationen führen, wenn sich das Gerinnsel in einer tiefen Beinvene löst und im Blutkreislauf Richtung Lunge geschwemmt wird. Die Folge ist eine lebensbedrohende Lungenembolie. Eine Thrombose ist also eine ernste Erkrankung, die nicht übergangen werden darf.